Kurzanleitung zum selbstgebauten Hochbeet

Sie wollten schon immer einmal eigenes Gemüse, Obst und Kräuter in Ihrem Garten, auf Ihrer Terrasse oder Ihrem Balkon anpflanzen? Dann ist ein Hochbeet die beste Lösung für Ihr Vorhaben. Denn es schafft mit der richtigen Konstruktion optimale Bedingungen, die es Ihren Pflanzen ermöglichen zu wachsen und zu gedeihen. Hier zeigen wir Ihnen, wie so ein Hochbeet selbst gebaut werden kann und auf was man dabei achten sollte.

Eines vorab – es ist nicht ganz einfach und verlangt einen gewissen Aufwand.

Doch zunächst möchten wir Ihnen einmal aufzeigen, von welchen Vorteilen Sie mit einem Hochbeet profitieren können.

Gründe für ein Hochbeet:

  • Leichterer Austausch der Erde: Die Erde lässt sich gezielt in Schichten aufbauen und je nach Bauweise des Hochbeetes auch wesentlich leichter austauschen als bei einem Flachbeet.
  • Längere Kulturzeit: Die Bodentemperatur der Hochbeete liegt bis zu sechs Grad Celsius über der von Flachbeeten, da der bei der Befüllung eingeschichtete Humus langsam verrottet und somit Wärme generiert. Dadurch haben die Pflanzen eine bis zu sechs Wochen länger andauernde Kulturzeit.
  • Abwehr von Schädlingen: Gegenüber den Flachbeeten hat die Höhe der Konstruktion des Hochbeetes den besonderen Vorteil, dass der Zugang zu Ihren Pflanzen für Schnecken und Wühlmäuse wesentlich schwerer wird und sie sich seltener an ihnen zu vergreifen versuchen.
  • Arbeiten im Stehen möglich: Die Höhe des Beetes hat auch den Vorteil, dass man stehend daran arbeiten kann und der Rücken somit geschont bleibt.
  • Arbeiten im Sitzen und im Rollstuhl möglich: Konstruiert man das Hochbeet auf Tischhöhe als ein sogenanntes Tischbeet, ist die Gartenarbeit auch bequem im Sitzen gemeistert.
  • Optische Aufwertung: Ein Hochbeet trägt sowohl optisch als auch funktional zur Gestaltung und Strukturierung Ihres Gartens, ihrer Terrasse oder Ihrem Balkon bei.
Übrigens eignet sich der Herbst am besten für das Anlegen eines Hochbeetes. Zu dieser Jahreszeit fallen nämlich die meisten Gartenabfälle an, die direkt zur Befüllung Ihres Hochbeetes genutzt werden können.

Die richtige Befüllung des Hochbeetes:

Die richtige schichtweise Befüllung Ihres Hochbeetes trägt zur Fruchtbarkeit für Ihre Pflanzen bei. Die einzelnen Schichten sollten Sie jeweils verdichten und bewässern, bevor Sie die nächste Schicht einfüllen. Hier zeigen wir Ihnen die Schichten von unten nach oben:
  • Als erstes wird der Boden etwa 20 Zentimeter mit grobem Baumschnitt, Strauchschnitt oder Heckenschnitt ausgelegt. Dieser fällt üblicherweise im Herbst an, stattdessen kann auch Stroh verwendet werden. Im Zweifel kann die Schicht auch ganz weggelassen werden. Diese Schicht dient als Drainage.
  • Darüber folgen etwa 20 Zentimeter gehäckselte Äste oder Rindenmulch, was Hobbygärtner selbst herstellen können. Vorausgesetzt natürlich, sie haben einen Häcksler und Holz, das gehäckselt werden kann.
  • Die mittlere Schicht besteht aus etwas 15 bis 20 Zentimetern allgemeiner Gartenabfälle wie Laub oder Grasschnitt. Auch die zuvor ausgestochenen Grassoden – also die Grasbüschel samt Erdreich - können hier verwendet werden.
  • Darüber kommt etwa 15 bis 20 Zentimeter halbreifer Kompost. Auch Pferdemist oder Kuhdung kann hier verwendet werden.
  • Zuletzt wird die oberste Schicht verfüllt. Dabei handelt es sich um ebenfalls 20 Zentimeter reifer Kompost oder Pflanzhumus.
Theoretisch kann natürlich auch das gesamte Hochbeet einfach mit Pflanzerde verfüllt werden. Das ist aber nicht nur teurer, sondern auch nicht unbedingt besser für die Pflanzen. Eine weitere Füllmethode wäre, nur den Boden mit etwa 10 bis 15 Zentimeter Hackgut zu befüllen und das restliche Hochbeet ein Jahr lang als Kompost zu benutzen. Nach diesem Zeitraum empfiehlt es sich, das Hochbeet mit Pflanzhumus aufzufüllen. Nach etwa fünf bis sechs Jahren sollten alle Schichten ausgetauscht werden, da nach dieser Zeit die meisten Nährstoffe aufgebraucht sein werden.

Das sollten Sie vor dem Bau eines Hochbeetes bedenken:

  • Welches Material Sie verwenden
  • Wie muss die Konstruktion gestaltet werden
  • Die Ausrichtung des Beetes an der von Ihnen gewählten Stelle
Ihre Beetkonstruktion können Sie entweder direkt auf dem Erdboden errichten, oder Sie bauen dafür einen eigenen Boden. Die Wahl des Standortes gestaltet sich mit solch einem eigenen Boden viel flexibler. So können Sie Ihr Hochbeet, vorausgesetzt es ist ausreichend Platz vorhanden, beispielsweise auch auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse realisieren. Die Materialien für solche mobilen Hochbeete sind meist aus Kunststoff oder Metall, eignen sich aber nicht besonders gut zum selber bauen.

Sie können aber auch Hochbeete aus Betonplatten, Gabionen oder Rasengittersteinen errichten. Am häufigsten wird jedoch naturbelassenes oder druckimprägniertes Holz verwendet. Dabei empfiehlt sich die Verwendung des Holzes von Lärchen, Robinien oder Douglasien, da diese sehr widerstandsfähig sind.

Die optimale Höhe für Ihr Hochbeet hängt von Ihrer Körpergröße ab und ob Sie daran im Sitzen oder im Stehen arbeiten wollen. Wenn Sie sich für ein Gärtnern im Sitzen entschieden haben, sollten Sie ein etwa 60 Zentimeter hohes Hochbeet bauen. Damit Sie auch in der Mitte des Beetes bequem arbeiten können, sollten Sie Ihr Hochbeet nicht breiter als 120 Zentimeter konstruieren. Falls Sie im Rollstuhl sitzen, sollten Sie das Hochbeet so bauen, dass Sie zum einen unterfahrbar ist und zum anderen aber noch so niedrig, dass Sie bequem daran arbeiten können.

Wie Sie Ihr Hochbeet ausrichten ist für das optimale Wachstum Ihrer Pflanzen essenziell. Sie sollten es im Idealfall so ausrichten, dass die langen Seiten nach Norden und nach Süden zeigen. So können Sie das Sonnenlicht bestmöglich ausnutzen und Ihre Pflanzen glücklich machen.

So bauen Sie Ihr eigenes Hochbeet:

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Hochbeet selbst zu bauen. Diese Anleitung ist für ein relativ einfaches und günstiges Hochbeet aus Holz.

Um ein Hochbeet aus Holz zu bauen, braucht es je nach Bedarf der Größe des Beetes 2,5 bis 5 Zentimeter dicke Holzlatten für die Seitenwände. Für die Stabilisierung empfiehlt sich die Verwendung von Kanthölzern oder Pfosten. Außerdem werden Teichfolie und Kaninchengitter benötigt. Auch braucht es Holzschutzfarben, Schrauben und entsprechende Werkzeuge um loslegen zu können.

Die Maße der Pfosten und Bretter hängt von der gewünschten Größe und Höhe des Hochbeetes ab. Damit das Beet ertragreich ist, muss es mit verschiedenen Schichten gefüllt werden, die insgesamt einen Meter hoch sind. Soll das Beet niedriger sein, müssen Hobbygärtner eine Grube ausheben, die einen Teil der Schichten aufnehmen kann. Soll das Beet länger als zwei Meter sein, müssen zusätzlich zu den vier Eckpfosten weitere Pfosten in der Mitte der langen Seite gesetzt werden.

  1. Vorab sollten Sie alle Holzbauteile mit einer Schutzlasur behandeln und diese anschließend trocknen lassen, damit diese gegen die Witterung lange beständig bleiben.
  2. Die von Ihnen ausgewählte Stellfläche sollte beispielsweise mit einer Schnur markiert werden, oder Sie legen die Bretter und Pfosten, die Sie verwenden möchten dafür einfach auf den Boden.
  3. Je nach Ihrer gewünschten Höhe des Hochbeets müssen Sie eine kleine Grube ausheben. Die Distanz vom Boden der Grube bis zur Oberkante des Hochbeets sollte etwa einen Meter betragen. Damit die Pfosten Halt finden, sollten die Ränder der Grube etwa zehn Zentimeter innerhalb der späteren Ränder des Hochbeetes liegen.
  4. Pfosten setzen: Am besten Bodenhülsen in den Boden rammen und die Pfosten einsetzen. Der Vorteil einer solchen Hülse: Das Holz ist vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt. Wer keine Bodenhülsen setzen möchte, kann die Holzpfosten auch mindestens 30 Zentimeter tief in die Erde einschlagen. In diesem Fall müssen die Pfosten natürlich entsprechend länger sein.
  5. Seiten beplanken: Erste Bretter waagrecht etwa fünf Zentimetern oberhalb des Bodens montieren, damit auch diese vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt sind. Lange Bretter an den Innenseiten der Pfosten befestigen, kurze Bretter an den Außenseiten.
  6. Sind zwei Bretterreihen montiert, verzinktes Gitter zum Schutz vor Maulwürfen und Wühlmäusen befestigen. An den Seiten sollte sich dieses Casanet-Gitter oder Kaninchengitter etwa 25 bis 30 Zentimeter mit der Holzbeplankung überlappen, am Boden darf es aufliegen. Gitterteile mit Bindedraht verknüpfen und an den Planken festtackern.
  7. Im Anschluss bringen Sie die restlichen Bretter an.
  8. Jetzt setzen Sie die Pfostenkappen auf, sofern Sie welche nutzen wollen.
  9. Das Hochbeet legen Sie jetzt innen mit Teichfolie so aus, dass die Seitenbretter vor Feuchtigkeit geschützt sind. Der Boden des Hochbeetes sollte dagegen nicht bedeckt sein, damit sich dort kein Wasser anstaut. Die obere Kante der Folie schlagen Sie nun um und tackern diese an der Innenseite der Bretterwand fest.
  10. Zu guter Letzt befüllen Sie Ihr Hochbeet schichtweise und können es somit anschließend bepflanzen.

Wie Sie sicherlich schon bemerkt haben, gibt es beim Selbstbau eines Hochbeetes einiges zu beachten und es ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Als eine schnelle und professionelle Alternative, können wir Ihnen unsere hochmodernen und formschönen Hochbeete in den verschiedensten Größen anbieten. Über eine Anfrage Ihrerseits freuen wir uns sehr.